Bild: Europa wohin? (3 Szenarien)
Europa wohin? 3 Szenarien; Bild: ultimatetitanic.com

Szenarien: Europas Zukunft

Im folgenden werden drei der meist- diskutieren Visionen für die Zukunft Europas vorgestellt. Für "Our New Europe" gilt in all diese Szenarien:

  • Definition: Die Szenarien von "Our New Europe" sind Denkmodelle, Wegweiser für mögliche zukünftige Entwicklungen für Demokratie und Subsidiarität unter bestimmten Annahmen und Voraussetzungen.

  • Abgrenzung: Alle Szenarien von "Our New Europe" betreffen ausschliesslich Europa und seine Verhältnisse zu den europäischen Ländern, nicht jedoch innerstaatliche 

Angelegenheiten,wie Staats-, Regierungs-, Demokratie- und Wirtschaftsform, Zentralisation Dezentralisation. Dafür bleibt jedes Land selber zuständig, ebenso für sein Verhältnis zur EU. 

  • Randbedingungen für alle Szenarien: Die EU tritt weiterhin ein für Frieden und Wohlstand in Europa und in der Welt, für die Wahrung der gemeinsamen europäischen Werte der Aufklärung, wie Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie und Freiheit (Art. 2 konsolidierte Fassung des Vertrags über die EU), sowie für das grosse Friedensprojekt Europa!

 

 


Die 3 Szenarien von "Our New Europe"

EU+ Brüssel
EU verstärkt - Immer engere Union:

"Es gibt keine Alternative!" 

Image: Jean Claude Juncker
Juncker;changepartnership.org

EU-  Brexit:  
EU reduziert - Austritt aus der EU
"Wir wollen 
unser Land zurück!"

Bild: Nigel Farage, Euro Realist Newsletter
Nigel Farage - flickr.com

EU* der Bürger
Ein neues, vielfältiges, demokra-tisches Europa mit den Bürgern! 

Image: David Cameron, foto: wordpress.com
D. Cameron - wordpress.com

Brüssel“ (d.h. die grosse Mehrheit der EU-Eliten, EU-Politiker und EU-Verwaltung) strebt weiterhin eine immer grössere, engere, stärker zentralisierte, politisch integrierte Union und schliesslich eine globale Grossmacht, die Vereinigten Staaten von Europa an; dies wie bisher ohne Einbezug der Bürger in EU-weiten Referenden. Selbst nationale Referenden über Europa werden tunlichst vermieden, unpässliche Resultate ignoriert oder korrigiert.

 

Weitere Kompetenzen werden von den Mitgliedsländern nach "Brüssel" verlagert, als erstes um eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzregierung der Euro-Zone zu bilden (mit europäischen Steuern und Transferzahlungen von den reichern zu den weniger reichen Mitgliedsländern). Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise wird eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik unter Einbezug der Türkei angestrebt, mit der die EU-Beitrittsverhandlungen beschleunigt werden sollen. Ein Zurück aus der EU+ gibt es nicht.

Viele EU-Gegner (z.B. die United Kingdom Independence Party, UKIP, die AfD in Deutschland und der Front National in Frankreich) sprechen der EU die erforderliche Reformbereit-schaft ab und fordern daher, dass ihr Land aus der EU austritt (jedoch seine Handelsbeziehungen mit der Union beibehält - bzw. dass ihr Land der EU nicht beitritt),

 

Damit soll ihr Land seine Unabhängigkeit zurück gewinnen - bzw. erhalten - und selber wieder bzw. weiterhin über seine Gesetze (z.B. im Bereich der Immigration oder in der Wirtschafts- und Währungspolitik) bestimmen und internationale Abkommen mit allen Ländern auf der Welt abschliessen zu können .

 

 

 

Gemäss EU-Kritikern und EU-Skeptikern soll die EU flexibilisiert, demokratisiert und dezentralisiert werden. Im Szenarium EU*-Umbau sollen die Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa in Referenden entscheiden können, ob ihr Land dem politisch integrierten Kern, oder einem gemeinsamen Markt/Wirtschaftsraum (mit freiem Verkehr von Gütern, Personen, Dienstleistungen und Kapital, aber ohne Euro) oder einer grossen, allen europäischen Ländern offen stehenden Freihandelszone von Reykjavik bis Wladiwostok angehören soll, und welche Rolle sie als Bürger in diesem Europa übernehmen wollen.

 

Falls dieses Szenario in vielen Ländern an einem Referendum "Our New Europe" bei hoher Stimmbeteiligung deutliche Mehrheiten erhält, könnte dieses Resultat der Startschuss sein für einen raschen Umbau der EU in ein bürgernahes Europa der variablen Geometrie.