Bild: Europa wohin? (3 Szenarien)
Europa wohin? 3 Szenarien; Bild: ultimatetitanic.com

Szenarien: Europas Zukunft

Was sind Szenarien?

 

Im folgenden werden drei der meistdiskutieren Visionen für die Zukunft Europas vorgestellt. Für "Our New Europe" gilt in all diesen Szenarien:

  1. Definition: 
    Die Szenarien von "Our New Europe" sind Denkmodelle, Wegweiser für mögliche zukünftige Entwicklungen Europas (inkl. Demokratie und Subsidiarität) unter bestimmten unterschiedlichen Annahmen und Voraussetzungen.
    Ab
  2. Abgrenzung: 
    Alle Szenarien von "Our New Europe" betreffen grundsätzlich Europa und seine Verhältnisse zu den Mitgliedsländern. Nicht betroffen sind innerstaatliche Angelegenheiten, z.B. die Wahl der eigenen Staats-, Regierungs-, Demokratie- und Wirtschaftsform, Zentralisation und Dezentralisation. Dafür bleibt jedes Land selber zuständig.
     
  3. Randbedingungen für alle Szenarien: Europa tritt weiterhin ein für Frieden und Wohlstand in Europa und in der Welt, für die Wahrung der gemeinsamen europäischen Werte der Aufklärung, wie Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie und Freiheit (Art. 2 konsolidierte Fassung des Vertrags über die EU), sowie für das grosse Friedensprojekt Europa!

Die 3 Szenarien in Kürze

 

EU+ Brüssel

Weiter wie bisher!

Immer engere Union: 

"Es gibt keine Alternative!" 

 

Image: Jean Claude Juncker
Juncker;changepartnership.org

 

Brüssel“ (d.h. die grosse Mehrheit der EU-Eliten, EU-Politiker und der EU-Verwaltung) strebt weiterhin eine immer grössere, engere, stärker zentralisierte, politisch integrierte Union an, schliesslich eine globale Grossmacht, die Vereinigten Staaten von Europa.

 

Wie bisher sollen die Bürger in EU-weiten Referenden nichts zur Zukunft Europas zu sagen haben. Selbst nationale Referenden über Europa sollen tunlichst vermieden, unpässliche Resultate ignoriert oder korrigiert werden.

 

Auf diese Weise sollen weitere Kompetenzen  von den Mitgliedsländern nach "Brüssel" erleichtert werden, v.a. zwecks Schaffung einer gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzregierung (mit europäischen Steuern und Transferzahlungen), und einer gemeinsamen europäischen Flüchtlings-, Aussen- und Verteidigungspolitik.

 

Ein Zurück aus der EU+ gibt es nicht!

 

 

 

EU-  Brexit:  
Austritt aus der EU!
Nationale Souveränität
"Wir wollen unser Land zurück!"

 

Bild: Nigel Farage, Euro Realist Newsletter
Nigel Farage - flickr.com

 

Die EU-Gegner sprechen der EU jegliche Reformbereitschaft ab und fordern deshalb den Austritt Grossbritanniens aus der EU. Damit soll es seine nationale Unabhängigkeit zurück gewinnen - insbesonder für die Schaffung der eigenen Gesetze und von Freihandelsabkommen weltweit.

 

An dem von Premieminister Cameron angeordneten Referendum vom 23.6.2016 beschlossen die Bürger des Vereinigten Königreichs den Ausstieg ihres Landes aus der EU (Brexit). Dieser Volksentscheid stösst aber nicht nur auf den geschlossenen Widerstand nicht nur der EU, sondern auch im eigenen Land, v.a. im mehrheitlich von Brexit-Gegnern dominierten Parlament. Nach über 3½ Jahren chaotischer Verhandlungen ist die Zukunft des Brexit nach wie vor ungewiss.

 

Angesichts dieser niederschmetternden Erfahrungen wollen die EU-Gegner endlich einen authentischen Brexit in Grossbritannien sowie den Rückbau der EU in ein Europa der Vaterländer mittels neuen Mehrheiten in der EU. 

 

 

 

 

EU* der Bürger

Ein neues Europa per Referenden!

Vielfältig, demokratisch, für alle! 
"Wir entscheiden!"

 

Foto: Stimmbürger
Stimmbürger - tagesschau.de

 

EU-Kritiker und -Skeptiker wollen die EU flexibilisieren, demokratisieren und dezentralisieren.

 

In diesem Szenarium EU*-Umbau entscheiden die Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa in Referenden, welche Rolle sie als Bürger in diesem Europa übernehmen wollen.

 

Insbesondere ob sie das letzte Wort in allen wesentlichen Fragen zu Europa haben wollen, ob ihr Land dem politisch integrierten Kern, oder einem gemeinsamen Markt/ Wirtschaftsraum (mit freiem Verkehr von Gütern, Dienstleistungen und Kapital, aber ohne Euro und ohne freien Personenverkehr) oder einer grossen, allen europäischen Ländern offen stehenden Freihandelszone angehören soll; - aber auch über Immigration, Verkehr, Kommunikation, Forschung, Ausbildung, Umweltschutz, Gesundheit, etc.

 

Millionen engagierte, überzeugte Europäerinnen und Europäer können so ein neues, vielfältiges, demokratisches Europ schaffen!